2013



Samstag, 14. Dezember 2013 - 13:52 Uhr

Der Himmel


Dies ist das einzige Bild von "Der Himmel". Ein wirklich schwer umzusetzendes Bild, kann ich Ihnen sagen. Falls Sie das Motiv nicht erkennen können, es stellt die Sonnenstrahlen dar, die durch die Wolkendecke brechen. Ein solches Motiv wird ja immer wieder gerne als Sinnbild für das Göttliche benutzt, das auf die Erde kommt, und so mancher stellt sich vor, die Sonnenstrahlen wären Stufen (oder eine Rolltreppe), um in den Himmel zu kommen, den Ort, wo Gott wohnen soll.

Holly ist die Heldin, um die es geht. Sie will in den Himmel kommen und sucht einen Weg dahin. Dementsprechend war es klar, dass ich dieses Motiv als Bild ausgewählt habe. "Der Himmel" ist ein ausgesprochen kurzes Märchen, und ich frage mich, ob ich es vielleicht als Leseprobe auf dieser Website einstellen soll- gewissermaßen als Gegenstück für die anderen Leseproben, die ja bekanntlich sehr lang sind. Auf der anderen Seite enthält es eine deutliche Kritik an einigen Institutionen, und wer weiß, wer sich dann alles auf die Füße getreten fühlt. Na, mal sehen, was ich mache, die Entscheidung muss ich ja noch nicht heute treffen.


Montag, 9. Dezember 2013 - 15:59 Uhr

Ein Bild von Freia


Freia ist ein langes Märchen, bei der die Hauptfigur im Mittelpunkt steht und nicht das Thema, das erläutert werden soll.

Das Märchen beginnt damit, dass Freia von einem See magisch angezogen wird und, wie man auf dem Bild sieht, auch in den See hineingeht- obwohl sie genau weiß - oder zu wissen glaubt -, dass sie in dem See wohl ertrinken wird. Natürlich ertrinkt sie nicht, wenn doch, wäre es kein Märchen, und abgesehen davon sicherlich auch nicht so lang.

Wie es ausgeht, werde ich natürlich nicht verraten. Das kann jeder in ein paar Wochen selber nachlesen, und ich hoffe, ein Jeder tut dies auch, denn Freia ist wirklich interessant, aber auch wichtig. Ach ja, und auch schön und berührend.


Samstag, 7. Dezember 2013 - 17:44 Uhr

Maxi


Hier also das erste Bild von Maxi. Es ist eines von zwei Bildern, mit denen ich dieses Märchen illustriert habe.

Maxi ist ein Elefant, genauer gesagt ein Elefant, der unter den Menschen lebt. Genauso wie Benjamin Blümchen, den wir ja alle lieben. Zumindest solange, wie wir seine Aktivitäten nur als nette Geschichten sehen (oder uns darüber freuen, dass wir eine lange Autofahrt mit Kind durch seine Geschichten stressfrei überstehen können).

Benjamin, der Superheld, mag anders sein, aber das macht nichts, weil er seine Fähigkeiten in den Dienst von Mensch und Tier stellt. Und abgesehen ist er auch nur ein wenig anders, ein Elefanten-Winzling, der, sollte er sich einmal auf alle Viere begeben, von jeder Kuh überragt werden würde.

Maxi dagegen ist ein Tollpatsch. Kein Wunder bei einem Stockmaß von 2,80m. Was er von den Menschensachen anfasst, geht kaputt.

Ja, Maxi ist wirklich anders. Alles andere als ein Superheld. Und das darf sein.

Darum geht es in dem Märchen, das all denen Hoffnung machen und Trost schenken kann, die auch anders sind, sei es körperlich, intellektuell oder wie auch immer. Damit niemand denkt, er müsse Benjamin nacheifern, was weder möglich noch wünschenswert ist.

Aber das ist natürlich nur ein Aspekt des Märchens. Da steckt noch sehr viel mehr drin- sonst wäre es auch kein Märchen, sondern nur eine Geschichte.


Freitag, 6. Dezember 2013 - 21:19 Uhr

Pauli


Das ist Pauli. Von nun an wird sie immer zu sehen sein, wenn ich etwas über Verbindungen zwischen den Märchen berichten will.

Übrigens sind jetzt alle Bilder für Band 3 fertig. In den nächsten Tagen werde ich einige von ihnen vorstellen und auch ein wenig darüber erzählen.

Morgen zum Beispiel geht es um Maxi.


Donnerstag, 14. November 2013 - 16:28 Uhr

Was es mit meinem Schreiben auf sich hat Teil 2

 

Wenn ich sage, dass ein Märchen angekommen ist, bedeutet dies eigentlich noch nicht viel.

So ein Märchen benötigt so einiges: Einen Titel, einen Namen, eine Handlung, eine Umgebung, einen Beginn, eine Mitte, ein Ende und vor allem eine Aussage. Manches davon kommt sofort, der Rest muss sich erst entwickeln.

Bin ich der Meinung, der Stoff könnte ein Märchen ergeben, prüfe ich zunächst, ob es auch keine Konkurrenz zu den anderen Märchen gibt. Wenn ja, ist es ziemlich blöd, aber ich versuche, die Konkurrenz zu beseitigen. Gelingt es mir nicht, fällt die Idee wieder raus. Gelingt es mir halbwegs, schreibe ich meine bisherigen Informationen auf eine große Karteikarte und lege sie unter "Ideen" ab. Gibt es keine Konkurrenz, und ich weiß, dass hier definitiv ein Märchen versteckt ist, schreibe ich alles auch auf die Karteikarte (oder schon mehrere Karten) und lege sie ab wie ein kleines Ei. Diese Eier liegen dann auf meinem Schreibtisch, und ich hoffe, sie werden eines Tages schlüpfen. Wann die Zeit dafür reif ist, kann ich nicht sagen. Manch ein Ei liegt Jahre im Brutkasten, was natürlich auch daran liegt, dass ich einfach nicht die Zeit habe, sie sofort auszubrüten.

Mittlerweile habe ich so etwa 200 Eier und über 40 Ideen. Vielen von den Ideen fehlt nur noch ein kleiner Teil, etwa der Titel oder der Heldenname, manche bestehen aber auch nur aus einem kurzen Satz.

Wenn ich sie mir dann vornehme und ausformuliere, was ich übrigens grundsätzlich auf Papier tue, erhalte ich die Rohlinge. So ein Rohling benötigt normalerweise zwei bis vier Wochen, er kann auch, wie "Der Zweifel" ein halbes Jahr in Anspruch nehmen. Das mag sehr lang erscheinen, und ich empfinde es ebenso, aber es hat einen Grund. Und das gehört zu den ausgesprochen merkwürdigen Anteilen meiner Arbeit:

Die Rohlinge entwickeln nämlich ein Eigenleben. Während ich noch schreibe, gehen sie plötzlich in eine ganz neue Richtung oder werden viel umfassender, als ich gedacht habe. Das ist eigentlich normal, und es wurde schon von vielen Künstlern beobachtet, auch Malern, Bildhauern, Architekten usw.

Bei mir bedeutet dieses Eigenleben häufig, dass ich an einen Punkt komme, wo das Schreiben stockt. Es geht einfach nicht weiter. In den meisten Fällen versuche ich es zwar mit der Hammermethode, also mit aller Kraft und ohne Rücksicht auf Verluste die Sache zu Ende zu bringen, aber das nutzt nichts. Jeden Morgen lösche ich, was ich gestern noch ganz anständig gefunden habe und fange von vorne an- einfach weil der Text Müll ist. Während ich frustriert vor mich hin fluche und die Zeit erfolglos vergeht, geschehen um mich herum merkwürdige Dinge. Es sind Zufälle, Umstände, Ereignisse, mit denen ich niemals gerechnet hätte, und die mich häufig recht stark erschüttern. Wenn ich diese Dinge verarbeitet habe, komme ich mit dem Märchen plötzlich gut voran, und ehe ich es mich versehe, ist es fertig. Und dann erkenne ich, dass genau diese merkwürdigen Dinge es waren, die den Durchbruch ermöglichten. So als ob ein Lehrer etwas erklären will, doch der Schüler (ich) kann es nicht verstehen, woraufhin der Lehrer (ein guter Lehrer) weiter ausholt und etwas Anderes erklärt. Der Schüler (immer noch ich) weiß zunächst nicht, was er damit anfangen soll, doch nachdem er dieses Andere verstanden hat, begreift er auch plötzlich das eigentliche Thema.

Bei Fremdmärchen, also solchen, die nicht wirklich etwas mit mir zu tun haben, wie "Der Hahn", "Die Amsel", "Das Wiedersehen" oder "Sam & Sony" passiert mir das eigentlich nicht, mit Ausnahme von Sam & Sony, wo ich Probleme hatte mit dem Thema Gewalt.

Bei meinen persönlichen Märchen hingegen können mich diese merkwürdigen Dinge in jedem Stadium treffen. Sowohl bei den Rohlingen, den Babies (also wenn die Märchen für die Veröffentlichung fertig gestellt werden) oder bei den Anmerkungen. So geschah es bei "Sunny", das ich übrigens gestern endlich ins Layout geben konnte, weil plötzlich alles stimmt, alles am richtigen Platz ist. Die Probleme, die ich hatte, drehten sich unter anderem um das Thema "Mysterium" oder: "muss ich eigentlich immer alles verstehen, was ich schreibe?" Ich habe nun die Antwort gefunden: Sie lautet: "Nein, ich muss nicht alles verstehen, im Gegenteil, manchmal ist das auch gut so, dann nämlich, wenn es sich um ein Geheimnis handelt, das nicht gelüftet werden soll."

Bei "Der Zweifel" drehten sich die Probleme um Zweifel, wie ich ja auch in der Anmerkung geschrieben habe. Zweifel, die der Protagonist hatte, die aber auch ich hegte, und zwar nicht nur gegenüber diesem Märchen. Nun weiß ich, Zweifel dürfen nicht nur sein, sie gehören auch dazu. Und seitdem ich das weiß, fühle ich mich viel besser. Zumal, da Zweifel zu mir gehören. Es gibt so viele Menschen (Autoren, Politiker, Lehrer) die von sich behaupten, sie würden den Weg kennen. Wer bin ich dagegen schon, ich kleines Häufchen Zweifel? Und so habe ich schreckliche Angst vor meinem (zukünftigen) Publikum gehabt, weil ich denke, die Menschen wollen geführt werden, und ich bin dazu wahrlich nicht geeignet. Dank Dreamer und dessen Zweifel sehe ich die Dinge anders. Nun weiß ich, dass alles so richtig ist, wie es ist, ja gar nicht anders sein dürfte. Das führt zu dem merkwürdigen Kuriosum, dass sie, seitdem ich meine Zweifel haben darf, irgendwie verschwunden sind oder mich zumindest nicht mehr stören.

So, nun wäre wohl ein geeigneter Zeitpunkt, um über die Inhalte der Märchen zu schreiben, über "das große Puzzle". Aber das mache ich lieber an einem anderen Tag.


Mittwoch, 13. November 2013 - 11:08 Uhr

Bilder von Sunny


Es ist jetzt einige Zeit her, dass ich die Veröffentlichung von Band 3 noch in diesem Jahr angekündigt habe. Damals war die Arbeit schon eigentlich nicht zu schaffen. Jetzt ist es einfach nicht mehr möglich, da ich immer noch bei der Anmerkung von Sunny feststecke. Nun, ich meine ja, ich hätte mittlerweile den Durchbruch geschafft, aber die Zeit ist trotzdem davongelaufen. Nun ist nur noch ein müder Rest der Sandkörnchen übrig, aber von Band 3 noch schätzungsweise 95% abzuarbeiten.

Ach, was muss ich meinen Mund immer so voll nehmen. Von wegen "Projekt, die Zeit zu strecken". Aber so läuft das mit dem Schicksal eben, das mag irgendwie keine Beweise. Vertrauen und Glauben sind nichts, wenn alles sicher ist. Wozu brauche ich Vertrauen, wenn ich über eine stabile Brücke gehe. Bei einem dünnen, morschen Balken über eine möglichst tiefe Schlucht dagegen, da wird das Vertrauen sichtbar.

Damit breche ich nun mein Projekt auch wieder ab. Beweise wird es nicht geben, und wenn, dann wohl nur gegen das Zeitstrecken.

Das tut mir gut, da ich so wenigstens ohne Druck weiterarbeiten kann. Und vielleicht, das hoffe ich sogar, werde ich dann auch wieder die nötigen Inspirationen bekommen.

Aber wenigstens kann ich Ihnen schon einmal ein Bild von Sunny zeigen. Es ist eines von vier Bildern, allerdings nicht das schönste. Ich hoffe, man sieht überhaupt, dass es sich um einen Mond handelt, der durch die Wolken bricht. Auf dem Papier ist es aber ganz gut zu sehen. Ich fand dieses Bild sehr schwer zu malen. Überhaupt sind Nachtbilder höhere Kunst, und die beherrsche ich eigentlich nicht. Das muss ich auch nicht, da dies lediglich Illustrationen sind, einen künstlerischen Anspruch erhebe ich wirklich nicht. Dann würde ich den Mund auch wieder viel zu voll nehmen.


Dienstag, 12. November 2013 - 16:36 Uhr

Was es mit meinem Schreiben auf sich hat Teil 1


Wer meine bisherigen Bände gelesen hat, weiß, dass die Märchen nicht nur auf meinen Mist gewachsen sind. In meinem letzten Beitrag habe ich dies auch schon angesprochen.

Nun möchte ich Ihnen ein wenig davon erzählen, wie meine Märchen so zustande kommen, damit Sie sich Ihre eigenen Gedanken darüber machen können:

Das Ganze fing vor gut 14 Jahren an, als ich eine Stimme in meinem Kopf hörte, genauer gesagt ein Wort: "Schreib!"

Damals kam ich mir vor wie Noah aus der Bibel, dem es wohl ähnlich gegangen war. Doch während der eine genaue Anleitung bekommen hat, war bei mir alles absolut vage. Schreiben kann man ja bekanntlich viel, vom Roman bis zum Einkaufszettel... Die Zeit verging, das Wort in meinem Kopf blieb (und zwar hartnäckig). Irgendwann fügte ich mich und begann zu schreiben- einen Roman. Und weil man grundsätzlich nur gut über die Dinge schreiben kann, die man selbst erlebt hat, schrieb ich über meine Erfahrungen. Nun, der Roman ist schon seit einigen Jahren fertig, aber er wird mit Sicherheit niemals veröffentlicht werden. Der Schreibstil erinnert an übliche Tagebucheintragungen, und der Inhalt ist sehr privat. Nichts, was man der Welt zumuten sollte.

Nicht lange nach der Fertigstellung dieses Romans kam ich in eine persönliche Krise. Da ich gerade an der Anmerkung von "Sunny" schreibe (Band 3, Nr. 28), möchte ich es gemäß der dortigen Bezeichnung nennen: "ich kam in die Nacht". Dort in der Nacht war es stockdunkel, und mein Leid war sehr, sehr groß.

Und genau dort begannen die Märchen zu mir zu kommen.

Eigentlich hört sich dieser Begriff (zu mir kommen) fürchterlich an, aber erstens war es schlichtweg so, und zweitens glaube ich, dass jeder, der schöpferisch arbeitet, weiß, wovon ich rede. Ideen, Inspirationen, oder wie man es nennen mag, kann man sich nicht erarbeiten, kann auch nicht erzwingen. Sie kommen einfach, meistens zu den merkwürdigsten Zeiten und Umständen. Eine Bekannte von mir, die öfters mal einen öffentlichen Vortrag halten muss, hat aus diesem Grund immer (wirklich immer) einen Block bei sich, um ihre Einfälle jederzeit aufschreiben zu können. Einmal ist sie wohl sogar mit Shampoo auf dem Kopf aus der Dusche gesprintet, um ihren Einfall ja nicht zu verlieren...

Bei mir ist das nicht so schlimm, ich habe eigentlich nie etwas zu schreiben bei mir, denn wenn ein Märchen kommt, braucht es noch viel mehr Informationen, bevor ich sie aufschreiben kann. Deswegen brüte ich immer erst vor mich hin, alles in meinem Kopf, bevor es losgeht.

Doch davon mehr in Teil 2, der in den nächsten Tagen folgen wird


Montag, 21. Oktober 2013 - 12:17 Uhr

Wachstum

 

Es ist schon merkwürdig.

Vor einem Monat, als meine neue Wohnung wenigstens halbwegs eingerichtet war, wollte ich bereits mit Vollgas an meinem dritten Band arbeiten. Aber irgendwie gelang es mir nicht.

Zwar habe ich mir ganz brav das erste Märchen vorgenommen, doch weder ist bisher der eigentliche Text fertig überarbeitet, noch alle Bilder gemalt, und von der Anmerkung habe ich bisher auch nur einige Stichworte aufgeschrieben.

Sicherlich ist Sunny eines meiner frühen Werke, für die ich immer mehr Zeit zum Überarbeiten benötige, weil ich anfangs doch zugegebenermaßen häufig noch ein wenig holprig geschrieben habe, und die Texte auch noch so manche logische Lücke aufweisen. Dennoch erklärt das alles nicht, warum ich einen ganzen Monat erfolglos, und ehrlich gesagt auch lustlos, an Sunny herumkaute, während mir die Zeit davonlief.

Nun habe ich nur noch zwei Monate, bis der Band erscheinen soll, ein beinahe unmögliches Unterfangen, und doch bin ich sicher, dass es mir gelingen wird.

Mir ist nämlich aufgefallen, dass ich in den letzten Wochen oder Monaten keineswegs nichts getan habe, sondern vielmehr eine Menge gelernt habe- Dinge, die mir noch gefehlt haben, um meine Arbeit zu vollbringen.

Wenn Sie meine Texte aufmerksam gelesen haben, ist Ihnen vielleicht schon aufgefallen, dass ich mich dazu berufen fühle, diese Märchen zu schreiben. Es ist unnötig, darüber zu diskutieren, wie die Instanz heißt, die mich berufen hat. Es ist auch unnötig, zu hinterfragen, warum gerade ich dazu auserwählt wurde, immerhin bin ich der menschgewordene Zweifel und eigne mich keineswegs zum unerschrockenen Verkünder von Heilsbotschaften. Aber vor allem ist es vollkommen unnötig, darauf neidisch zu sein. Glauben Sie mir, meine Aufgabe wollten Sie nicht machen. Die Hölle, die ich durchschritten habe, um bis hierher zu kommen, wünschen Sie nicht im größten Feind, und sich selber erst recht nicht.

Mittlerweile muss ich nicht mehr durch die Hölle, aber dafür hin und wieder einmal in eine Höhle oder auf den Grund eines Sees, denn nur dort in der Tiefe kann ich die Edelsteine finden, die ich benötige. Eines Tages, so hoffe ich, werde ich Diamanten einfach am Fluss finden, aber bis dahin heißt es weiterhin, immer mal wieder ins Dunkle zu gehen oder in die Tiefe zu tauchen, denn nach wie vor fehlen mir einige Dinge oder Eigenschaften, die ich benötige, um meine Arbeit auch vollenden zu können.

Das, was ich in den letzten Wochen erfahren habe, hilft mir für Sunny. In diesem Märchen, meinem vermutlich besten, geht es um Dunkelheit und Tiefe. Es besitzt sehr viele verschiedene Ebenen und Aussagen, aber die wohl wichtigste ist, dass Ganzheit bedeutet, die Dunkelheit nicht nur als leidiges Übel zu akzeptieren, sondern aus freien Stücken dort hinein zu gehen.

Die Dunkelheit ist sicherlich für jeden etwas anderes. Für mich als sehr aktiven und energiegeladenen Menschen bedeutet es zum Beispiel, Geduld zu entwickeln. Und gerade in dieser Hinsicht habe ich eine wichtige Lektion gelernt.

Für diese Lektion bin ich wirklich dankbar, doch was nutzt es mir bezüglich meines Zeitplans für den dritten Band? Nun, vielleicht eine Menge. Immerhin bietet es eine willkommene Gelegenheit, zu demonstrieren, dass man die Zeit wirklich stauchen oder (wie in meinem Fall) strecken kann.

Daher lade ich Sie ein, dieses Experiment zu verfolgen. Am 20.12.13 soll Band 3 im Buchhandel erhältlich sein. Bis dahin muss ich noch über 20 Bilder gemalt (und das häufig in mehreren Versuchen); dazu 9,5 Märchen überarbeitet (das dauert pro Märchen zwischen einem Tag und einem Monat); dann noch 10 Kommentare verfasst (hierzu benötige ich Ideen, und die lassen häufig auf sich warten); des weiteren Vorwort und Nachwort geschrieben haben (auch diese Texte sind alles andere als einfach so hingeschrieben), bevor ich an die Bildbearbeitung, das Layout und die Feinabstimmungen gehen kann. Ach ja, das Cover muss auch noch überarbeitet werden.

Wenn ich dann noch die Arbeitszeit des Verlages mit einberechne, bleiben für alles zusammen noch 50 Tage Zeit, oder anders ausgedrückt: es ist nicht zu schaffen, selbst wenn ich bis dahin auf das Schlafen verzichten würde.

Kurzum, es ist nicht zu schaffen, denn die Zeit tickt. Nun sage ich aber, nicht die Zeit tickt, sondern die Uhr, während die Zeit auf mich wartet.

Möge also das Experiment beginnen.

Ich werde Sie von nun an häufiger informieren. Bisher war ich immer noch unentschlossen, ob ich nicht lieber auf das moderne Medium Facebook zurückgreifen sollte, doch das werde ich lieber verschieben, bis das aktuelle Experiment vorbei ist.

So: auf die Plätze, fertig, los.


Samstag, 21. September 2013 - 20:27 Uhr

Sunny

 

Ich bin gerade dabei, Sunny zu überarbeiten. Wenn ich mich richtig erinnere, ist es das 8. Märchen gewesen, das ich überhaupt geschrieben habe.

Dadurch fällt mir besonders deutlich auf, dass die Wortwahl beim Märchenschreiben sehr wichtig ist, da die Märchensprache stark vom allgemeinen Sprachgebrauch abweicht. Damals, als ich Sunny niederschrieb, dachte ich, es würde genügen auf Fremdwörter zu verzichten- was nebenbei auch schon ausgesprochen schwer ist.

Jetzt, da ich doch schon auf einige Erfahrung in Sachen Märchenschreiben zurückblicken kann, weiß ich, dass noch sehr viel mehr Dinge dabei beachtet werden müssen. Es geht keineswegs darum, die Sprache der Gebrüder Grimm nachzustellen, zumindest nicht, wenn man wie ich neue Märchen schreiben will. Aber es gehört ein ganz bestimmter Sprachstil dazu, und dafür kann man viele Wörter einfach nicht benutzen. Wenn man sie einsetzt, stört man sich daran. Nur wie soll man es umschreiben, ohne hölzern oder plump zu klingen?

Und so sitze ich in meinem neuen Arbeitszimmer und versuche, den Text auf meinen derzeitigen Wissensstand umzuschreiben. Das dauert wieder einmal ewig. Aber so ist es nunmal: Die Gedanken fliegen, doch die Worte gehen zu Fuß.

Ich hoffe jedoch, dass ich in ein paar Jahren, wenn ich den dann fertig überarbeiteten Text mit dem zukünftigen Wissensstand lese, nicht das gleiche denken werde wie jetzt, sondern den Schreibstil des Märchens immer noch gut finden werde.

Überhaupt spüre ich momentan eine große Furcht davor, Fehler zu machen. Besonders bei Sunny, denn Sunny ist mir ausgesprochen wichtig, weil die Botschaft so wichtig ist.

Nun ist es aber so, dass ich mit diesem Märchen eine traurige Erfahrung machen musste, weil jemand, dem ich es zu lesen gab, die Botschaft so gar nicht verstand. Und nun fürchte ich mich davor, dass auch andere die Botschaft nicht oder falsch verstehen könnten.

Diese Angst ist so groß, dass ich in den letzten Wochen sogar vermieden habe, Einträge in diesen Blog zu machen. Das wird mir jetzt erst klar.

Ich bitte daher alle meine Leser um Nachsicht, wenn sie auf einen neuen Eintrag hofften und enttäuscht waren.

Von jetzt ab werde ich wieder mehr schreiben- sowohl an meinen Büchern als auch in diesen Blog.


Montag, 19. August 2013 - 08:06 Uhr

Beginn Band 3

 

In der letzten Zeit kam ich leider nicht zum Schreiben, da ich im akuten Umzugsstress war. Doch nun ist zumindest der gröbste Teil vollbracht, und so sitze ich zum ersten Mal wieder an meinem, auch wieder internetfähigen Rechner.

Immerhin habe ich aber schon die Märchen für Band 3 ausgesucht, unter denen sich auch das Märchen befindet, das mir persönlich am liebsten ist. Es heißt Sunny und handelt von niemand anderem als meiner lieben Tochter. In der Anmerkung werde ich auch ein wenig über sie erzählen.

Es sind auch zwei Tiermärchen dabei, eines über einen Falken und eines über einen Elefanten. Ein Liebesmärchen gibt es natürlich auch, und so ist eine wirklich schöne Mischung von Märchen entstanden, dank der Hilfe meiner Tochter.

Ich finde, der zweite Band ist deutlich schöner geworden als der erste, und mal sehen, vielleicht schaffe ich es sogar, mich im dritten Band noch weiter zu steigern, sofern das noch möglich ist.


Sonntag, 14. Juli 2013 - 12:06 Uhr

Leseprobe 2


Wie angekündigt habe ich, da Band 2 ja nun endlich auf dem Markt ist, eine Leseprobe eingestellt. Sie finden Sie unter der Rubrik Leseproben (oben auf der Menüleiste).

Bei der Leseprobe handelt es sich um das Märchen von Sam und Sony, das nicht nur lange für die Entstehung gebraucht hat, sondern zudem auch einen sehr langen Text besitzt. Ich hoffe, Sie werden nicht stöhnen, weil Sie so viel lesen müssen, sondern sich freuen, so viel lesen zu dürfen.

Es ist ein Märchen für alle Hundebesitzer, Kampfsportler und starken Menschen sowie für alle, die es werden wollen. Dabei geht es um den Umgang mit Gewalt, um Freundschaft und um die Frage, welche Rolle unsere Hunde in unserem Leben einnehmen.

Ich hoffe, es gefällt Ihnen so wie mir.


 

Montag, 8. Juli 2013 - 17:52 Uhr

Es ist geschafft! Band 2 ist fertig.


Nun liegt es am Verlag, wie lange es dauert, bis er im Handel erhältlich ist, aber ich denke, am 15.7.2013 müsste es soweit sein.

Ich möchte mich ja nicht selber loben, aber ich glaube, der Band ist sehr gut geworden, wahrscheinlich besser als Band 1.

Ach, wie ich mich freue. Dieser Band hat 128 Seiten, kostet wie der andere 12,50 und kann auch bald als E-Book erworben werden.

Sobald der Band auf dem Markt ist, werde ich eine Leseprobe einstellen, das Märchen von Sam und Sony, an dem ich so lange geschrieben habe.

Dann werde ich mich um die Facebook-Seite kümmern, damit ich besser erreichbar bin.

Momentan bin ich allerdings zeitlich sehr eingespannt, da ich auch mitten in den Umzugsvorbereitungen stecke. Doch wenn ich das alles gut überstanden und auch meinen Rechner wieder in Betrieb genommen habe, werde ich noch viele weitere Ideen umsetzen.


Dienstag, 11. Juni 2013 - 21:25 Uhr

Märchen und Anmerkungen abgeschlossen


So, nun habe ich alle Anmerkungen und Märchen endlich fertig.

Ich hätte niemals gedacht, dass ich am letzten Märchen beinahe verzweifeln würde. Nun habe ich das Märchen selbst noch einmal geschrieben und auch eine ganz gute Anmerkung hinbekommen.

Allerdings erst, nachdem ich wirklich kurz davor war, es gegen ein anderes Märchen zu ersetzen.

Es heißt übrigens "Der Zweifel" ...

Darin geht es um Dreamer, der einen großen Traum hat und ist für alle geschrieben, die mit dem gleichen Problem zu kämpfen haben wie auch denen, die mit jemandem in Kontakt kommen, der das von sich behauptet. Und natürlich für alle Zweifler dieser Welt.

Für mich ist es zwar ein Problemkind, trotzdem mag ich es- nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch persönlich.


Dienstag, 4. Juni 2013 - 07:54 Uhr

Die Tür


Nun habe ich auch diese Anmerkung endlich fertig. Es geht nach wie vor nur zäh und schleppend voran. Aber langsam sehe ich das Licht am Ende des Tunnels.

Was "Die Tür" anbelangt, freue ich mich ganz besonders auf die Veröffentlichung des 2. Bandes. Dora, um die es hier geht, ist eine ganz süße Maus, die mir total leid tut, weil sie mit wirklich fiesen Leuten zu tun hat, die sie ausnutzen. Am Ende wird aber natürlich alles gut. Die Handlung ist nicht gerade besonders neu und ungewöhnlich, und ich bin mir durchaus bewusst, dass andere Schriftsteller ähnliche Handlungsstränge bereits eleganter, raffinierter und spannungsreicher dargestellt haben. Aber das ist nicht nur gut so, sondern auch gewollt, damit das Augenmerk auf dem eigentlichen Thema haften bleibt: auf der Frage, wieso das Ende so besonders gut ist. Oder anders ausgedrückt: wo bleibt das Sonnenlicht, wenn man im Tunnel steckt?

Damit ist Dora ein Heilmittel gegen trübe Tage geworden, das sehr wirksam ist- also sehr zu empfehlen. Von Risiken und Nebenwirkungen ist nichts bekannt. Na, das ist doch mal was, oder?


 

Mittwoch, 29. Mai 2013 - 13:54 Uhr

Sam und Sony Anmerkung


Die Anmerkung zu den beiden Freunden ist nun auch fertig, und sie fiel mir genauso schwer wie fast alles im Moment, was mit Schreiben zu tun hat.

Es geht da auch um das Thema Gewalt, und das ist immer eine heikle Sache, besonders in unserer Gesellschaft. Aber ich denke, ich habe es ganz gut hinbekommen.

Na, Sie werden es ja bald lesen können, wenn der zweite Band auf dem Markt ist und damit meine Rechte an dem Märchen auch gesichert sind. Denn ich habe ja vor, dieses Märchen als Leseprobe von Band 2 auf dieser Website zu veröffentlichen.

Auf alle Fälle ist mir damit etwas Interessantes widerfahren. Irgendwann hatte ich die Anmerkung zwar in der Form, wie sie mir gefiel, doch ein wirkliches Ende fand ich nicht. Nun, dachte ich, lass es, wie es ist, so geht es auch. Daher druckte ich es aus und gab es dem Herrn, der als Vorbild gedient hat, schon einmal zu lesen. Das tat er auch, und er fand das Märchen auch wirklich gut. Allerdings hatte er etwas zum Thema Gewalt zu bedenken, was mich zunächst stutzig machte, denn gerade von ihm hätte ich das nicht erwartet. Doch dann erkannte ich, dass es genau das passende Ende für die Anmerkung war, die noch gefehlt hat. Worum es sich dabei handelt, werden Sie bald lesen können. Aber ich garantiere Ihnen, es wird sie auch etwas stutzig werden lassen, getreu dem Motto: "Also Zufälle gibt es, die gibt es gar nicht!"

Ich kann dazu nur sagen, das sind genau die Momente, in denen ich spüre, dass ich schon auf dem richtigen Weg bin. Und das tut mir sehr, sehr gut, denn auch ich brauche manchmal ein Feedback, von denen es nach meinem Geschmack im Moment noch viel zu wenige gibt.


Dienstag, 14. Mai 2013 - 17:40 Uhr

Die Mauer und Der Pfad


So, jetzt habe ich zwei weitere Anmerkungen fertig. Es ist schon merkwürdig, dass in diesem zweiten Band so viele Märchen über Wege enthalten sind. Obwohl, eigentlich ist es das auch wieder nicht, da der Überbegriff der ersten fünf Bände ja „Der Zukunft entgegen“ lautet, und da muss man ja auch gehen, also Wege finden. Trotzdem frage ich mich, ob ich nicht doch noch mehr andere Themen hätte einbauen können. So habe ich zum Beispiel recht viele Märchen über die Liebe, und außer „Dem Mantel“ und „Das Wiedersehen“ ist kein Liebesmärchen bislang da. Von den vielen Tiermärchen sind bisher auch nur „Die Amsel“, „Der Hahn“ (naja, so ein richtiges Tiermärchen ist der gar nicht) und „Der Hofhund“ dabei gewesen. Ach, was solls, da kommen noch richtig viele, Sie werden es erleben, vorausgesetzt Sie wollen es erleben.

„Die Mauer“ und „Der Pfad“ haben ein gemeinsames Grundthema, der alte Streit darüber, wer über unser Leben bestimmt: eine übergeordnete Macht oder wir selbst.

Das Thema macht es mir ziemlich schwierig, Anmerkungen zu schreiben, die in die tieferen Schichten hineinführen ohne zu analysieren, die das Fragen anregen ohne vorgefertigte Meinungen abzugeben, die nicht zu lang sind, Hintergrundinformationen bieten und sich auch nicht wiederholen. Aber es geht voran, wenn auch nicht so schnell, wie ich es gerne hätte. Ich kämpfe mich da durch...


Sonntag, 28. April 2013 - 18:18 Uhr

Der Mantel


Es ist zum Verzweifeln, ich tue mich mit den Anmerkungen unwahrscheinlich schwer.

Nun habe ich endlich die Anmerkung von dem Mantel fertig- ich glaube in der 8. Version. Das lag einmal daran, dass es so unwahrscheinlich viele Punkte darin gibt, die ich hätte ansprechen können, und zum zweiten traf ich einfach nicht den richtigen Ton. Außerdem habe ich es mir zur Bedingung gemacht, die Anmerkungen stets individuell zu beginnen, und die Formel "dies ist" fiel ja sowieso schon flach, da es mein Erkennungsmerkmal für die Märchen ist.

Aber wie gesagt, diese Anmerkung ist nun fertig.

Der Mantel ist ein sehr schönes Märchen, wie ich finde, vordergründig leicht und einfach, doch wenn man genauer hinsieht, kann man sehr viele interessante Dinge entdecken, die ein ganz neues Bild der Liebe wiedergeben.

Es geht da um einen König, der einsam ist und die Frau sucht, die ihn aufrichtig liebt. Das klappt nicht so, wie er sich das denkt, und es kann auch nicht so klappen. Sicher findet er die Liebe letztlich doch, daher scheint es auch so einfach und bekannt zu sein. Aber wie gesagt, es scheint nur zu sein. Man muss es lesen.

Hier habe ich schon einmal ein Bild eingestellt, als Vorgeschmack. Was ein kitschiger und alberner Mantel! Aber die Frauen sind ganz heiß darauf.


Sonntag, 31. März 2013 - 11:00 Uhr

Sam und Sony


Ich hatte nicht erwartet, dass gerade dieses Märchen derart viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Andernfalls hätte ich es nicht noch in den zweiten Band eingefügt, sondern eines der bereits fertigen Märchen genommen.

 

Das Problem war auch nicht die Handlung an sich, denn die stand schon lange fest. Zum Beispiel gab es technische Schwierigkeiten, da dieses Märchen von 4 männlichen Wesen handelt, sodass ich schlecht mit Personalpronomen arbeiten konnte. Denn wenn ein "er" etwas mit einem "ihn" tat, was einem anderen "er" dann vielleicht nicht gefiel und dieser dann dem "ihn" das sagt, kommt man leicht durcheinander, wer denn nun was mit wem tat. Und da ich nicht dazu neige, prosaische Wörter und Umschreibungen zu benutzen, habe ich mich wirklich schwer getan damit, eindeutig zu bleiben.

Das noch größere Problem war aber, die Handlung nicht zu einer Geschichte abgleiten zu lassen. Zum einen, weil Märchen immer zeitlos sind, die Handlung jedoch sehr modern ist. Zum zweiten, weil es wie gesagt um 4 Wesen geht, die da miteinander agieren, und die eigentlich auch alle näher beleuchtet werden müssen, das Märchen jedoch nicht so lang werden sollte. Und zum Dritten stecken so viele Möglichkeiten in dieser Handlung, dass ich mich oftmals in diesem Möglichkeiten-Dschungel verirrt habe. Dreimal habe ich gedacht, ich wäre fertig, um am folgenden Tag doch wieder von vorne anzufangen.

Was nun endlich dabei herausgekommen ist, werde ich als Leseprobe des zweiten Bandes veröffentlichen, der hoffentlich noch im April erscheinen wird.

Aber wie gesagt, die zwei Monate, in denen ich an Sam und Sony geschrieben habe, fehlen mir jetzt natürlich an meinem eh schon sehr straffen Zeitplan.

Doch nun schon mal ein Bild von Sam und Sony. Ein Märchen, das ich für alle Hundeliebhaber und Kampfsportler geschrieben habe. Und für alle starken Menschen dieser Welt.

Mittwoch, 10. April 2013 - 16:52 Uhr

Altersklasse

Bei der Veröffentlichung meines ersten Bandes musste ich eine Alters-Empfehlung angeben. Die Wahl stand zwischen 0-6, 7-11, 12-15 Jahre oder für Erwachsene. Dumm, wie ich manchmal bin, entschied ich mich für die Altersklasse 12-15.

Doch das ist völliger Blödsinn.

Die Märchen sind für ein neues Zeitalter geschrieben. Dieses Zeitalter wird nicht durch Äußerlichkeiten entstehen, sondern durch die Änderung unserer Gedanken und Vorstellungen, durch das Sprengen alter Rahmen. Denn nicht das, was wir sehen, ist möglich; sondern das, was wir für möglich halten, wird sein.

Wenn wir unsere Realität verändern wollen, müssen wir unsere alten Vorstellungen über Bord werfen und mithilfe von neuem Wissen ein neues Verständnis erlangen, um uns eine neue Welt zu schaffen.

Das zumindest gilt für die Erwachsenen. Daher handeln auch viele Märchen von Helden, die aus der "alten" Welt in die "neue" gehen.

Doch was ist mit den Kindern? Sie haben nicht den Ballast der alten Vorstellungen. Sie können doch eigentlich gleich in dieser "neuen" Welt aufwachsen. Viele Erwachsenen behaupten, Kinder würden viele Dinge nicht begreifen können, und versuchen, ihre Kleinen von allen Schrecken der Welt fernzuhalten, damit sie in einer behüteten und heilen Welt aufwachsen können. Das mag ja verständlich und löblich sein. Aber ist es auch richtig? Selbst sogenannte normale Kinder stellen viele Fragen, auf die wir mit dem alten Weltbild keine oder nur unzureichende Antworten finden. Bei den Indigo-Kindern, von denen es nach meinen Informationen immer mehr gibt und geben wird, sind wir sogar vollkommen überfordert, denn diese lassen sich nichts mehr vormachen.

Also sollten wir es auf einen Versuch ankommen und uns darauf einlassen, unseren Kindern anstatt oder neben den üblichen Geschichten von Gut gegen Böse auch von den Helden vorzulesen, die in eine neue Welt gehen. Vielleicht ist es am besten mit den erzählenden Märchen zu beginnen, wie der Amsel, dem Hahn, dem Stuhl, und bald auch dem Mantel, dem Hofhund oder Sam&Sony, bevor man in die wirklich heißen Sachen wie dem Traum, dem Irrgarten oder dem Wiedersehen eintaucht.

Aber letztlich ist es nie zu früh für die Kinder. Schon mit dem Alter von drei Jahren war meine Tochter so weit, dass ich von ihr lernen konnte (oder musste). Sunny, eines meiner besten Märchen, das im 3. Band enthalten sein wird, handelt davon.

Ich denke, wir kommen gar nicht daran vorbei, uns damit abzufinden, von unseren Kindern zu lernen. Das kann sicherlich jeder bestätigen, der mit seinem Computer ein wenig auf dem Kriegsfuß steht. Ohne unsere Kinder wären die meisten von uns doch völlig erledigt. Interessanterweise sind unsere Kinder allerdings meistens ausgesprochen gnädig und helfen uns, ohne ein großes Aufheben darum zu machen. Und, was noch mehr erstaunt, ist, dass wir gerade durch unsere Hilfsbedürftigkeit in einen ganz neuen Dialog mit unseren Kindern treten können.

Genauso kann und soll es mit meinen Märchen auch sein. Sie werden überrascht sein, wie viel Sie von den Kindern lernen können. Dann wird es unglaublich gute und verbindende Gespräche geben, vorausgesetzt, Sie sind bereit, zuzugeben, dass Sie einiges nicht verstehen oder wissen.

Daher werde ich jetzt die Altersempfehlung streichen lassen. Und das ist gut so.


 

Freitag, 22. Februar 2013 - 15:32 Uhr

Bilder von Band 2


So, die Bilder von Band 2 sind nun abgeschlossen. Fertig gemalt waren sie ja schon länger, doch nun sind sie auch eingescannt, nachbearbeitet und für den Buchblock in schwarz/weiß kopiert. Es sind wirklich schöne Bilder dabei. Dieses Bild hier gehört zu "Die Tür". Da geht es um Dora (die Ähnlichkeit mit dem englischen Begriff door=Tür ist kein Zufall), die ständig ungebetene Gäste in ihrem Haus hat, die bei ihr hausen wie die Schweine, oder nein, Schweine würden sich nicht so schlecht benehmen wie diese Leute.

 

Ich liebe dieses Märchen, nicht wegen der eigentlichen Handlung, sondern weil dort Dinge angesprochen werden, die so schön sind, dass ich jedes Mal, wenn ich an Dora denke, gute Laune bekomme.

 


Mittwoch, 13. Februar 2013 - 23:06 Uhr

Band 2 wächst


Die Illustrationen für den 2. Band sind bereits fertig, worauf ich sehr stolz bin, da sie wirklich gut geworden sind, sogar viel besser als für den 1. Band.

Von den Märchen fehlt nur noch eines. Eigentlich habe ich ja bereits viele fertig in der Schublade liegen, müsste also gar keines mehr schreiben, doch ich habe beschlossen, eines, das ich bisher nur skizziert hatte, dazwischen zu schieben. Es handelt von Sam, dem seine ganze Stärke nichts nützt, und er sich dem Gefühl der Ohnmacht stellen muss. Dieses Märchen ist sehr traurig, auch wenn alles letztlich gut ausgeht, und so fällt es mir sehr schwer, es fertig zu schreiben. Das liegt natürlich auch daran, dass ich mich momentan genauso wie Sam fühle. Allerdings fühle ich mich bei fast jedem Märchen so wie mein Held, und so muss es wohl auch sein, damit es gut gelingen kann.

Wenn dieses Märchen fertig ist, muss ich nur noch die Kommentare schreiben, dann geht es ans Vorwort und den Nachsatz, das Korrekturlesen, das Layout, das Cover und was noch so alles dranhängt. Trotzdem bin ich sehr zuversichtlich, dass Band 2 pünktlich Anfang April in den Handel kommt. Also viel Arbeit bis dahin, aber es wird sich mehr als lohnen, das weiß ich.


Freitag, 25. Januar 2013 - 14:11 Uhr

Der Hahn als Leseprobe

 

Der Hahn aus Band 1 stellt unter meinen Märchen eine Besonderheit dar, weil es ein Auftragsmärchen ist. Eigentlich geht so etwas gar nicht, die Märchen kommen zu mir und können nicht auf Knopfdruck geschaffen werden. Doch hier geschah das Wunder, und plötzlich war es da.

 

Ich danke der Auftraggeberin dafür sehr, denn es ist nicht nur ein schönes Märchen geworden, sondern bietet mir auch eine willkommene Gelegenheit, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen, da ich es auf der Facebook-Seite des Herrn Andreas Krüger, Berlin, posten durfte. (So, jetzt ist es heraus, wer der Hahn ist.) Nun dürfte es auch niemanden mehr wundern, warum der Hahn im Märchen Kriggs heißt...

 

Damit aber alle, die noch keine Freunde von Andreas sind und damit keinen Zugriff auf seine Facebook-Seite haben, nicht leer ausgehen, habe ich das Märchen hier auch eingestellt.

 

Sie finden es unter der Rubrik "Leseproben". Dort ist auch der Kommentar zu dem Märchen, anders als auf der Facebook-Seite.

Also viel Freude beim Lesen - möge der Hahn die Welt erobern


Samstag, 12. Januar 2013 - 00:09 Uhr

Willkommen


Nun ist es also so weit: die „Märchen der Weisheit“ kommen auf die Welt. Von nun an werden Sie, wenn Sie wollen, alle paar Monate einen weiteren Band lesen können. Mittlerweile sind es schon sehr viele, die nur darauf warten, in die richtige Form gebracht zu werden und auf die Welt zu kommen.

Hier werden Sie keinen moralischen Zeigefinger oder gesellschaftliche Moralvorstellungen finden. Aber Sie werden wohl nicht umhinkommen, sich Ihre eigenen Gedanken zu machen und zu lernen, die Dinge zu sehen, wie sie wirklich sind.

Diana Weisheit