Liebe Diana,

 

ich bin durch Zufall (wie man so schön sagt) auf deine Seite gekommen, da ich mich, da ich nun Mut-ter bin, frage, was ich meinem Kind weitergeben möchte. Und Märchen gehören definitiv dazu. Da meine Tochter nun ein Jahr wird, fange ich an, mich um die Bedeutung der Märchen zu informieren, bzw. darüber welche Märchen ich ihr wann erzählen kann. Nun bin ich über deine Seite gestolpert (durch Sterntaler =)) und bin sehr interessiert an deinen Märchen, da ich mittlerweile schon viel über die neue Welt gehört habe (nur oberflächlich) und mich schon gefragt habe, ob die alten Märchen wirklich „ausreichend“ sind und jetzt sind da deine Märchen, die wohl auf die neue Welt vorbereiten (?).

 

So lange Rede kurzer Sinn: sind deine Märchen auch für Kinder geeignet?

 

 

Ganz liebe Grüße

 

N

 

 

Liebe N,

 

vielen Dank für deine sehr wichtige und interessante Frage, die ich auch gerne beantworte. Da die Frage jedoch sehr komplex ist, möchte ich dich vorab schon einmal um Entschuldigung bitten, wenn die Beantwortung recht umfangreich wird, und ich auch ein wenig ausschweifen muss.

 

Zunächst gestatte mir, dir erst einmal etwas Grundsätzliches zum Neuen Zeitalter zu erklären: Das Neue Zeitalter entsteht durch einen Bewusstseinssprung, eine neue Art zu denken (also nicht nur die Frage, was wir denken, sondern vor allem wie wir denken). Es wird geprägt sein durch Wahrhaftigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Vertrauen - Vertrauen nicht darauf, dass alles irgendwann mal wieder gut wird, sondern dass alles bereits gut ist beziehungsweise sich auf dem Weg dazu befindet. Es geht also von der Annahme der Fülle aus und steht damit im krassen Gegensatz zu der aktuell noch vorherr- schenden Annahme des Mangels (Mangel an Ressourcen aller Art, Mangel an Lebenszeit, Mangel an Liebe usw., und vor allem Mangel an Selbstwert).

 

Da diese noch aktuelle Annahme, es gäbe von allem zu wenig, und man müsse um die knappen Güter kämpfen, die maßgebliche Ursache dafür ist, warum wir kurz davor sind, unseren gesamten Lebens-raum endgültig zu zerstören, ist das Neue Zeitalter nicht nur eine „schöne Vorstellung“, sondern eine zwingende Notwendigkeit, damit die Menschheit überleben kann. Ob nun jeder einzelne diesen Be-wusstseinssprung vollziehen muss, um das Neue Zeitalter zu errichten, oder ob eine gewisse kritische Masse an Menschen mit neuem Bewusstsein dafür ausreichend ist, um die anderen quasi „mitzurei-ßen“, darüber gibt es unterschiedliche Aussagen, weswegen ich dazu nichts Genaues aussagen kann. Wie auch immer ist dieser Bewusstseinssprung eine vordringliche Aufgabe, der sich jeder Mensch unabhängig seines Alters stellen muss, also auch sowohl du wie auch deine kleine Tochter, und jetzt ist es an der Zeit dazu.

 

Meine Märchen sind entstanden, und sie werden auch noch weiter entstehen, für das Neue Zeitalter, also für Menschen, die dieses „neue Bewusstsein“ bereits leben, aber sie stellen auch eine Hilfe für den Übergang dar. Und mit „Hilfe“ meine ich, dass es sicherlich viele Menschen geben wird, die das Neue Zeitalter auch ohne meine Märchen betreten werden, wie wohl auch solche, die meine Märchen hundert Mal lesen können, ohne dass sich in ihrem Bewusstsein irgendetwas ändert. Wenn ich, wie du angesprochen hast, irgendwann mal etwas von „Vorbereiten“ geschrieben haben sollte, dann muss ich das noch berichtigen, denn dies ist so nicht korrekt.

 

Soweit in knapper Form das Wesentliche. Auf meiner Webseite findest du unter der Rubrik „Artikel“ in der Hauptleiste einige Artikel, die darauf etwas näher eingehen.

 

Deine Frage, ob die „Alten Märchen“ noch ausreichen, und ob beziehungsweise wann meine Märchen für deine kleine Tochter geeignet sind, kann ich nicht eindeutig beantworten. Ich habe erst durch mei-ne eigenen Märchen, die ich ja nicht aus eigenem Antrieb schreibe, sondern die aus einer höheren Quelle „zu mir“ kommen, angefangen, mich mit den alten Märchen zu beschäftigen. Und ich bin ehr-lich gesagt sehr erstaunt, wie wertvoll und nach wie vor relevant die Kernaussagen der alten Märchen sind, insbesondere die berühmten Vertreter der Grimm`schen Märchen, denn auch sie fordern zur Wahrhaftigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Vertrauen auf, also dem, was das Neue Zeitalter ausma-chen wird. Das von dir angesprochene Märchen „Die Sterntaler“ ist dafür ein gutes Beispiel. Insofern würde ich schon sagen, dass die alten Märchen auch heute noch sehr wichtig sind und dass sie auch im Neuen Zeitalter relevant bleiben werden. Allerdings sehe ich gleichzeitig auch viele Probleme im Hinblick auf die „Alten Märchen“ und dem Neuen Zeitalter. Zum ersten wird die Bedeutung von Märchen nicht wirklich erkannt. Sicher besitzen Märchen viele Schichten, und man kann sie auf alle möglichen Arten interpretieren, was auch völlig in Ordnung ist, doch so lange sie im Licht des alten Bewusstseins betrachtet und als mehr oder weniger nette „Geschichten“ angesehen werden, wird ihr Potential nicht einmal annährend ausgeschöpft. Zum zweiten gibt es viele Geschichten, die als Mär-chen tituliert worden sind. Damit will ich Geschichten nicht herabwürdigen. Es gibt herrliche Geschich-ten - herzergreifende, interessante, lehrreiche, lustige - aber deswegen sind sie noch lange keine Mär-chen, denn Märchen, und das ist eine ihrer wichtigsten Eigenschaften, liefern Bilder für die Seele. Da-her ist es nicht leicht, wahre Märchen von den vielen wundersamen Geschichten zu unterscheiden. Zum dritten werden Märchen leider immer wieder falsch gelesen oder gar umgeschrieben. Um dies einmal aufzuzeigen, habe ich die Artikel über einige Grimm`sche Märchen überhaupt geschrieben. Und ich könnte noch viel mehr solcher Artikel schreiben, denn in praktisch allen berühmten Märchen der Gebrüder Grimm finden sich wichtige Stellen, die, wohl weil sie dem üblichen Moralempfinden nicht entsprechen, kurzerhand anders dargestellt werden, als sie in Wahrheit im Märchen stehen, und die die Kernaussagen der Märchen verbiegen, verfälschen oder ins Gegenteil verkehren - ein Phäno-men, das mir auch erst durch meine eigene Arbeit aufgefallen ist. Nun ist es bei den alten Märchen leider auch wirklich nicht leicht, diese wahren Kernaussagen beziehungsweise tiefe Schichten zu er-kennen. Wenn du meine Artikel über die Märchen gelesen hast, wirst du sicherlich bemerkt haben, wie schwer es ist, sie sichtbar zu machen, weil sie sich hinter den so leicht erscheinenden Handlungen meisterhaft verstecken, und so muss ich zugeben, dass meine Artikel teilweise auch wirklich sehr kompliziert sind. Zum vierten sind die Themen der „Alten Märchen“, also das, was in den Handlungen beschrieben wird (bitte nicht mit den Kernaussagen verwechseln), ja nun nicht mehr so besonders aktuell, und erst recht nicht zukunftsweisend. Ich denke da zum Beispiel an die zum Teil doch höchst überholten Vorstellungen über Geschlechterrollen, die der Entstehungszeit der Märchen geschuldet sind, wo es eben für eine Frau nur das eine Ziel gab, nämlich eine gute „Partie“ zu machen, indem sie einen möglichst reichen und mächtigen Mann heiratet.

 

All diese Probleme haben meine Märchen nicht. Ihre Kernaussagen treten deutlicher hervor, außer-dem verfügen sie zusätzlich über eine Anmerkung, die in die tieferen Schichten einführt, wodurch eine Verfälschung, wenn auch nicht ausgeschlossen, so doch zumindest erschwert wird. Daneben ist ihre Sprache nicht so altertümlich wie die der „Alten Märchen“, wenngleich auch nicht modern, sondern schlicht und ergreifend zeitlos, was meines Erachtens das Verständnis noch zusätzlich erleichtert, ins-besondere, weil meine Märchen keinerlei Fremdwörter enthalten. Dazu behandeln meine Märchen ganz andere Themen als die „Alten Märchen“ - nicht nur aktuelle Themen, sondern auch wirklich zu-kunftsweisende, in dem Sinne, dass dort viele derzeit noch als Tabus betrachtete Themen behandelt werden: der Tod, der Sinn des Lebens, die Lebensaufgabe, Trennungen vom Partner, das kosmische Bestellwesen, Wut, Leid, die dunkle Seite des Lebens … .

 

Sind also die alten Märchen noch ausreichend für das Neue Zeitalter? Ich denke nein, aber sie bleiben dennoch wichtig, vorausgesetzt, man liest sie richtig und wenn möglich im Original.

 

Ob meine Märchen nun auch für Kinder geeignet sind, ist noch schwerer zu beantworten. Grundsätz-lich sind sie für alle Menschen gleichermaßen gedacht und geeignet. Auch die klassischen Märchen sind ja nicht für Kinder geschrieben, sondern für Menschen aller Altersklassen und erst später für Kin-der „entdeckt“ worden. Allerdings würde ich von meinen Märchen die einen mehr und die anderen weniger für Kinder empfehlen, insbesondere diejenigen unter ihnen, mit deren Themen auch Erwach-sene Schwierigkeiten haben dürften. Daher würde ich dir vorschlagen, meine Märchen erst einmal sel-ber zu lesen, dich damit zu beschäftigen und in diesem Zuge eine Vorauswahl zu treffen. Nach und nach können auch schwierigere Themen dazukommen, gerade wenn eine entsprechende Situation auftritt oder deine Tochter anfängt konkrete Fragen zu diesen Themen zu stellen („Mama, warum bin ich auf der Welt?“ oder solche Dinge). Ich kann dir aber einige Märchen in diesem Zusammenhang jetzt schon empfehlen, die rein erzählenden Charakter haben, was nicht für alle meiner Märchen gilt. Dazu zählen „Die Amsel“, „Der Graf“, „Der Hahn“, “Die Laterne“, „Der Mantel“, „Das Bad“, „Der Falke“, „Maxi“, „Die Puppen“, „Sunny“ und „Der Turm“. Aber wenn du dich mit meinen Märchen auseinander-gesetzt hast, wirst du sicherlich auch noch andere Märchen finden, die deiner Tochter gefallen und entsprechen werden. Und es werden, wie du sicherlich auch schon gelesen hast, noch viele weitere Bände als die bisher veröffentlichten dazukommen.

 

Die Anmerkungen dagegen sind möglicherweise nicht direkt für Kinder geeignet, aber das hängt si-cherlich vom Alter und Reifegrad des jeweiligen Kindes ab. Allerdings sind meine Märchen nicht so gestaltet, dass man sie nur einmal liest, sondern vielmehr immer mal wieder (und auch immer wieder gerne), und im Laufe der Entwicklung können Kinder die Anmerkung dann selber für sich entdecken. Ich denke jedoch, dass Kinder noch die Fähigkeit besitzen, die Bilder der Märchen auf eine intuitive Weise zu verstehen, eben weil sie noch nicht so gesellschaftlich vorgeprägt sind wie Erwachsene. Da-her würde ich dir raten, sowohl das jeweilige Märchen als auch seine Anmerkung schon zu kennen, bevor du es deiner Tochter vorliest, um auf Fragen vorbereitet zu sein, die kommen können - und ich bin ganz sicher, sie werden kommen. Denn einerseits sind Kinder neugierig und wollen ganz natürlich mehr über die Welt und ihre Zusammenhänge erfahren, andererseits ist es ein ganz wichtiger Punkt bei den Märchen, dass sie dazu auffordern, über das Erfahrene zu reden und zu diskutieren, um sich darüber auszutauschen. Und hier ist die Anmerkung eine enorme Hilfe, denn dadurch wird man als Erwachsener mit den Fragen der Kinder nicht allein gelassen, wie es leider bei den „Alten Märchen“ der Fall ist. Nun darfst du dir die Anmerkungen aber auch nicht vorstellen wie eine Leseanleitung, in der steht, was dieses oder jenes bedeuten soll, oder was ich mit dem und dem habe ausdrücken wol-len. Wäre es so, dann wäre dies ein Armutszeugnis für mich und die Märchen. Nein, die Anmerkungen haben die Aufgabe, den Leser aufzufordern, selber zu denken, weiter zu denken, bis über den Hori-zont hinaus. Sie liefern keine, erst recht keine pauschalen, Antworten. Aber sie helfen die richtigen Fragen zu stellen, die viel wichtiger sind als Antworten, weil sie dazu führen, dass man selbst die pas-senden Antworten findet - übrigens auch ein typisches Kriterium für das Neue Zeitalter. Und hier darf, kann und soll auch eine ganz neue Kommunikation stattfinden, sei es zwischen Eltern und Kindern oder Lesern untereinander, die für alle in höchstem Maße bereichernd ist, wie eine gemeinsame Schatzsuche, nur nicht nach Gold, sondern Antworten, wobei das Augenmerk auf „gemeinsam“ und „miteinander“ liegt, denn die Zeit, in der jeder mit dem anderen in Konkurrenz tritt, wird auch bald überholt sein.

 

Damit hoffe ich, dass ich dir weiterhelfen konnte. Es gäbe noch so viel über meine Märchen zu erzäh-len, aber nichts davon würde sie wirklich beschreiben können. Sie sind einfach eine völlig neue Gene-ration von Märchen. Es hat schon gewichtige Gründe, warum sie gekommen sind (und noch kommen), und warum das gerade jetzt geschieht. Aber, um das noch einmal zu betonen: Die alten Märchen sind deswegen nicht überflüssig, und meine Märchen stehen auch keineswegs in Konkurrenz zu ihnen. Ich bin vielmehr davon überzeugt, meine Märchen werden dabei helfen, dass der wahre Wert der „Alten Märchen“ überhaupt erst erkannt werden wird.

 

Das alles ist jetzt natürlich trotz des langen Textes alles sehr knapp, sehr kompakt und vermutlich auch sehr schwer zu verstehen. Deswegen möchte ich dir erst einmal sagen, wie sehr ich mich darü-ber freue, dass du den Mut hast, dich mit den Märchen und der Neuen Welt zu beschäftigen und dies auch deiner Tochter nahebringen möchtest.

 

Allerdings könnte ich es sehr gut verstehen, wenn du dich von all diesen Informationen ein wenig er-schlagen fühlen würdest. Deswegen möchte ich dich noch auf eine baldige Neuerscheinung von mir aufmerksam machen. Dabei handelt es sich nicht um den nächsten Band mit mehreren Märchen (die-ser wird auch hoffentlich bald folgen), sondern um ein einzelnes Märchen und gleichzeitig auch ein ganz besonderes. Es heißt „Das Haus“ und berichtet von der Zukunft Deutschlands und der gesamten Welt – und es ist eine Prophezeiung. Neben dem eigentlichen Märchen gehe ich ausführlich auf die Zusammenhänge mit dem Neuen Zeitalter, seiner Notwendigkeit und seinen Eigenschaften ein, auf die Hintergründe der Märchen und ihrer Entstehung, sowie darauf, was man sich unter dem nötigen Umdenken vorstellen darf. Und nicht zu vergessen spreche ich davon, wieso gerade wir Deutschen bei der Rettung der Welt eine maßgebliche Rolle einnehmen können beziehungsweise werden. Ich denke „Das Haus“ kann dir nicht nur einen guten Einstieg bieten, sondern viel erklären und darüber hinaus noch einige Anregungen geben, wo du ansetzen könntest, um deine ganzen weiteren berech-tigten Fragen beantwortet zu bekommen. Leider kann ich dir noch keinen eindeutigen Erscheinungs-termin des Märchens nennen, weil es verflixt schwer zu schreiben ist (nicht das Märchen selbst, denn das ist schon lange da, sondern die anderen Teile). Allerdings hoffe und schätze ich, dass es in etwa zwei Monaten endlich soweit ist. Nebenbei, es wird auch für alle Gehaltsklassen erschwinglich sein. Deswegen kann ich es dir nur wärmstens empfehlen. Schau doch einfach mal hin und wieder auf meine Webseite.

 

Bitte wundere dich jedoch nicht, wenn du dort auch deine Frage mit dieser Antwort findest. Ich werde sie, natürlich anonymisiert, dort einstellen, weil ich denke, dass die Antwort für viele Menschen hilfreich sein könnte. Daher noch einmal herzlichen Dank für deine Anregung dazu.

 

So verbleibe ich mit vielen Grüßen und besten Wünschen für dich und deine kleine Tochter

 

Deine Diana Weisheit