Wenn die Welt aus den Fugen gerät,
und die alten Regeln und Gesetze
nicht mehr gelten,
ist dies nicht das Ende,
sondern nur der Aufbruch
in eine neue Welt.

Diese Märchen begleiten Sie dorthin,
zeigen Wege,
machen Mut,
spenden Trost
und erklären Hintergründe.

Es ist eine Welt
der Fülle und der Vielfalt,
die Sie erwartet –
Ihre neue Welt

Was hier oben steht, ist der Klappentext auf der Rückseite von Band 1. Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist, aber dort wird ein Versprechen mit großer Tragweite gegeben – für alle, die das unbestimmte Gefühl haben, dass unsere gewohnte Welt tatsächlich aus den Fugen geraten ist oder sich gar in einem Auflösungsprozess befindet, und die bereit sind, ihr Weltbild zu hinterfragen beziehungsweise zu erweitern und die Dinge aus einer höheren Perspektive zu betrachten. Es ist das Versprechen, von diesen Märchen in eine neue Welt der Fülle begleitet (nicht geführt) werden zu können, womit jedoch nicht eine, wie auch immer geartete Fantasiewelt gemeint ist, sondern eine reale (Lebens-)Welt. Und dieses Versprechen, das versichere ich Ihnen, ist nicht leichtfertig gegeben worden.

Allerdings bin nicht ich es, die dieses Versprechen gibt. Weder könnte ich dies, noch würde ich es mir anmaßen. Um zu verstehen, wer dieses Versprechen gegeben hat, müssen Sie wissen, dass diese Märchen nicht wirklich von mir stammen, sondern mir von einer höheren Quelle übermittelt werden, genauer gesagt von der Quelle allen Seins, und zwar in Form von Bildern und Textpassagen. Wie es dazu gekommen ist, und was dies konkret bedeutet, habe ich in „Das Haus“ näher beschrieben. In Wahrheit bin ich eine Mischung aus Verfasserin, Sekretärin, Beobachterin und Schülerin dieser Märchen und besitze auf deren Handlungen, Themen und Aussagen keinerlei nennenswerten Einfluss. Das gilt auch für die Klappentexte. Lediglich bei den Anmerkungen habe ich mir lange eingebildet, ich wäre frei bei der Ausgestaltung, doch bin ich auch dort eines Besseren belehrt worden. Desgleichen habe ich es aufgegeben, an einen Zufall zu glauben, der mir den Nachnamen „Weisheit“ beschert und so zu dieser doppeltbedeutsamen Bezeichnung „Märchen der Weisheit“ geführt hat.

Was die Märchen selbst anbelangt, finde ich es bemerkenswert, dass sie im Gegensatz zu den klassischen Märchen keine Grausamkeiten aufweisen. Hier gibt es weder bösartige Kreaturen, noch findet ein Kampf zwischen „Gut“ und „Böse“ statt, wie wir ihn kennen. Dieser hat wohl schlicht und ergreifend ausgedient. Dafür jedoch sind manche dieser Märchen sehr traurig, was nicht zuletzt daran liegen wird, dass sie sich mit Themen beschäftigen, die als Tabuthemen gelten, wie zum Beispiel dem Tod. So gesehen könnte man also durchaus zu dem Schluss kommen, sie wären für Kinder generell ungeeignet. Ich sehe dies anders. „Wahre“ Märchen sind nämlich noch nie für Kinder geschaffen worden, sondern stets für Menschen jeden Alters. Eine ihrer dringlichsten Aufgaben ist es, die Gesetze des Lebens beziehungsweise des Universums (nicht unbedingt die Gesetze der Welt) zu erklären, und ich bin davon überzeugt, dass es am besten ist, diese möglichst früh zu kennen, zu verstehen und mit ihnen umgehen zu können.

Bei den Anmerkungen hingegen halte ich es im Zweifelsfall für besser, wenn man als Erwachsener ein Märchen samt Anmerkung zunächst einmal selbst liest, bevor man es dem Kind vorliest – denn dann kann man, ausgestattet mit dem Wissensvorsprung durch die Anmerkung, auf das jeweilige Kind angepasste Gespräche führen. Nebenbei, unter anderem aus diesem Grund habe ich mich bei der Anrede in den Anmerkungen sowie den anderen Begleittexten nicht für das vertraute „Du, sondern für das respektvolle „Sie“ entschieden.

An Gesprächsbedarf wird es nach dem Lesen vermutlich nicht mangeln – bei Jung wie Alt. Märchen vermögen es, uns auf allen Ebenen zu berühren, selbst auf der tiefsten, der Seelenebene. Dies kommt nach meinem Erkenntnisstand daher, dass Märchen „in Text gegossene Bilder“ für die Seele sind und somit für sie ein direktes Kommunikationsmittel darstellen, denn Bilder sind die Sprache der Seele. Und mit diesen Bildern kann zum einen die Seele mit den anderen Ebenen in uns kommunizieren; zum anderen wird auch die Verständigung zwischen Menschen einfacher, da man mithilfe von Märchen beim Gegenüber nicht länger nur die Kopfebene erreicht, sondern auch die tieferen Ebenen. So zumindest habe ich es selbst erlebt und von anderen bestätigt bekommen.

Allerdings würde es mich wundern, wenn jedes Märchen Sie gleichermaßen anspräche. Nicht jedes Thema wird auch „Ihr“ Thema sein. Desgleichen mag es vorkommen, dass ein Märchen in Ihnen unter Umständen heftigste emotionale Reaktionen auslöst, vermutlich, weil darin Ihr aktuell anstehendes emotionales Thema behandelt wird. Da möchte ich Sie schon einmal vorwarnen, und ich hoffe inständig, dass Sie Ihren Unmut dann nicht an mir auslassen werden. Vielleicht hilft Ihnen ja die jeweilige Anmerkung dabei, das besagte Thema zu erlösen, andernfalls hätten Sie immer noch die Möglichkeit, das entsprechende Märchen (oder alle zusammen) als kleine Kindergeschichten abzutun. Das ist das Schöne an Märchen und meines Erachtens einer der Gründe für die Quelle, gerade diese Textgattung hierfür auszuwählen: Man ist völlig frei, an Märchen zu glauben oder nicht. Und genau so soll es auch sein, denn der freie Wille des Menschen ist für die Welt der Fülle, in welche die Märchen Sie begleiten wollen, (im Prinzip gleichbedeutend mit dem „Neuen Zeitalter“) ein Grundpfeiler – eine Art Maxime, die stets gewahrt bleibt und bleiben muss.

Nähere Informationen über diese Welt finden Sie in den Märchenbänden, besonders in den Anmerkungen, und in „Das Haus“, das ich aufgrund seiner besonderen Bedeutung für Deutschland als eigenständiges Buch veröffentlicht habe und in dem ein ganzes Kapitel der Frage nachgeht, worum es sich bei der Neuen Welt handelt. Leider werden all diese Information lediglich vage Andeutungen dessen sein, was all jene erwartet, die sich auf diese Reise einlassen. Das liegt nach meinen Kenntnissen zum einen darin begründet, dass die Neue Welt unsere Vorstellungskraft sprengt; zum anderen ist dort vieles noch gar nicht fixiert, weil wir es sein werden, die diese Welt erst ausgestalten. Technische Erfindungen mögen dabei eine äußere Rolle spielen, viel entscheidender sind hingegen spirituelle Fähigkeiten, die wir ausprägen und in unseren Alltag integrieren werden – mit anderen Worten: Es wird im wahrsten Sinne wunderbar und der Wunder voll sein.

Und da kommen die Märchen wieder ins Spiel. Denn wer könnte uns besser auf Wunder vorbereiten, die uns erwarten, als sie, die Meister der Wunder und Wünsche?

All dem kann man sich aber nur langsam nähern. Schritt für Schritt. Und die Märchen können Sie dabei auch nur begleiten in die Welt der Fülle – sie können Sie weder führen noch hineintragen. Märchen für Märchen. Mehr geht nicht. Es ist und bleibt eben Ihre Reise.

Möge auch sie wunderbar und der Wunder voll sein.

Diana Weisheit

Maerchen der Weisheit